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Auf der Suche nach DEM Glück – Teil 1: Der Anfang

Immer wieder treibt es mich an, mal mehr und mal weniger impulsiv: Die Frage was wirklich, schlussendlich und definitiv „Glück“ ist. Kürzlich musste ich mir die Frage wieder stellen, denn ich hatte bei einem Arzt das folgende Gespräch:

„Sind sie denn glücklich?“
„Ich bin meistens zufrieden, ja.“
„Nein nicht zufrieden. das ist auch Fisch im Glas wenn er seine Runden dreht und regelmäßig gefüttert wird. Ob sie glücklich sind wollte ich wissen.“
Und dann saß ich da und verstummte wie der Fisch im Glas.

Ich konnte die Frage nicht beantworten. Das störte mich und stört mich auch heute noch sehr. Wohl auch weil ich insgeheim weiß, dass ich in schlechten Phasen (und diese gibt es zur Zeit zu genüge alleine durch die Krankheit und durch die Trotzphase Missys bedingt) die Frage verneinen muss. Nach einem durchstrittenen Wochenende mit Kind und zwangsläufig oft dann auch mit Mann fühle ich mich oft wie der unglücklichste Mensch der Welt. Ich sehe oft kaum noch etwas Positives und frage mich abends zu oft wie schlimm wohl der nächste Tag werden wird. Das sind keine guten und und absolut keine glücklichen Gedanken/Gefühle.
Da ich also zur Zeit scheinbar nichtnicht gerad vor Glück sprühe habe ich mir ein Ziel gesetzt:
Ich suche das Glück. Ich muss wissen was es ist, wo es ist, wie man es konservieren kann. Sprich ich habe diesen Sommer zu meiner „Suche nach DEM Glück“ auserkoren.
Ich habe vieles vor… es bleibt spannend. Mein Suchen und hoffentlich Finden dokumentiere ich auf diesem Blog.

Den Anfang macht ein alter Blog-Post (2008) der beweist dass ich schon früher über das Glück nachdachte. Viel Spaß beim Lesen in der Vergangenheit…:
Glück… tja, was ist eigentlich Glück? Dank Wikipedia und anderen Lexika kann man es nachschlagen und findet eine Fülle an Definitionen. Aber ist ja alles nur Theorie?!

Was macht glücklich? Wann sagt man von sich selbst man ist ein glücklicher Mensch? Eine Eigenschaft die mir bei Menschen oft begegnet ist eher dazu zu neigen, das Gegenteil zu bekunden. Unglück… wann ist man unglücklich und warum wird oft eher vom Unglücklich-Sein erzählt anstatt vom Glücklich-Sein? Ist das der typisch deutsche Pessimismus oder gibt es einfach kaum noch Glück von dem es sich zu erzählen lohnt? Eigentlich schade wenn’s so ist. Alleine die Vorstellung macht ja schon unglücklich…

Also wieder zurück zum Glück und der Frage danach. Wo findet man es denn? Im Supermarkt im Regal! Vor einigen Wochen für knapp 6 Euro von einer deutschen Handelsmarke, die ja wirklich alles vertreibt. So fand ich also zwischen Kaffee, Dessous und Küchenartikeln auch „Glück in Tüten“. Vierblättrige Kleeblätter, die in eine Tüte gesät werden und dann wachsen (sollen). Wenn das mal nicht pures Glück ist… ?? Hauptsache daran glauben? Guter Wille und ein gutes Händchen, dann klopft das Glück in grün an die Tür? Wenn die Samen denn keimen…

Was macht Glück wirklich zu Glück und was braucht man dazu?

– Liebe? (Noch ein abstrakter Begriff) Sicher, aber was ist dann mit denen die vielleicht gerade verlassen wurden? Sind sie dann automatisch keine Anwärter auf Glück mehr?

– Freunde? Sicher, aber was ist mit Menschen die gerade fremd in eine neue Stadt gezogen sind und noch niemanden haben?

– Gesundheit? Sicher, aber dazu muss man sich darüber bewusst sein.

– Einen Beruf? Sicher, aber glaubt man gewissen Blättern (und ich meine keine Kleeblätter) leben manche Menschen ohne Job recht glücklich…

Vielleicht ist das alles zu weit gefasst. Die kleinen Dinge? Ein Lied während einer Autofahrt, ein Abendessen, lachende Kinder sehen, ein Kuss am Morgen, ein Kuss am Abend, ein Telefonat mit einer Freundin, ein Punkt auf einer To-do-Liste abhaken…

Die großen Dinge wie Arbeit, Liebe und Gesundheit sind große Begriffe und werden vielleicht zu oft benutzt und abgenutzt, zu selbstverständlich. Und Selbstverständlichkeiten sind gewöhnlich und geraten zu schnell in Vergessenheit.

Dann wird das Glück vergessen, auch wenn man es meist schon längst hat… danach zu suchen kann unglücklich machen…

Vielleicht ist’s so einfach… man horcht in sich selbst hinein was einen glücklich macht, schließt die Augen und wenn man dann etwas sieht dass einen lächeln lässt hat man Glück.

Natürlich spricht trotzdem nichts dagegen auch mal 6 Euro auszugeben….

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