Allgemein, Missy, Trotzen und Motzen

Bild-Geschichtchen

IMG_20160422_083558Was macht eigentlich Missy?

Mit Blick auf das Bild: Defintiv nicht aufräumen. Ist scheinbar nicht so ihr Ding. Mit Blick auf meinen Schreibtisch in der Schule (ok, auch zu Hause), die Arbeitsplätze meiner Schüler ist sie da aber irgendwie in guter Gesellschaft.

Aber mal abgesehen vom Aufräumen? Sie wächst (tatsächlich) und erscheint oft schon so“groß“. Manchmal fast erwachsen. Natürlich gibt es immer noch Phasen (wann nicht) doch im Ganzen betrachtet ist aus dem kleinen Winzling eine richtige Vierjährige geworden. Oft erkennen wir sie kaum wieder. Sie liebt es zur Zeit in ihrem Zimmer am Maltisch zu sitzen oder im Bett zu liegen und dabei Hörspiele zu hören. Noch vor Kurzem war das undenkbar. Forderte man sie etwa auf „doch mal etwas alleine zu machen“ war das der Garant für schlechte Stimmung gekoppelt mit Wut für die nächste Stunde(n). Anfangs vermutete ich aufgrund der doch recht langen Zeit die sie jetzt alleine verbringen kann einen geheimen Süßigkeiten Bunker im Zimmer, doch ich fand keinen 🙂

Was macht sie sonts noch so? Im Kindergarten läuft es nach einem Gruppenwechsel im Herbst letzten Jahres wie gehabt prima. Wie ich das selbst von meinen Schülern kenne, die zu Hause laut der Eltern anders sind, ist auch bei Missy dieses Gefälle deutlich zu bemerken. Soll heißen zu Hause hapert es an den Umgangsformen hier und da. Oder wie eine Freundin zu mir meinte: „Sie benehmen sich dort wo sie sich am geborgensten fühlen am schlimmsten.“

Und weiter? Verabredungen ohne Mama stehen hoch im Kurs. So verbringt Missy regelmäßig Zeit alleine mit Freundinnen oder Freunden. Entweder bei der- oder demjenigen oder bei uns zu Hause. Ein schönes Alter was das betrifft.

Hat das Alter auch Tücken? Defintiv, denn trotz der vier Lebensjahre und dem Willen möglichst alles alleine zu machen, (auf die Strasse rennen, alleine vor die Haustür gehen, in Geschäften zwischen Regalen alleine bummeln und sich einen Spaß daraus machen wenn Mama +X einen suchen, etc.) stößt der Revoluzzer an seine Grenzen. Seien es die grenzensetzenden Eltern oder die fehlenden Fähigkeiten (denn es sind halt auch „NUR“ vier Lebensjahre). Das frustiert Missy und strengt die Eltern an. Liegt sie dann Abends im Bett ähneln wir hin und wieder den Puppenhausbewohnern oben. Aber nur manchmal.

Und manchmal räume ich dann auf…IMG_20160427_195210

 

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Informatiker, Missy, Multiple Sklerose, Schularbeiten, Start, Trotzen und Motzen

Schritt für Schritt für Schritt für Schritt….

Lange wars still hier. Ziemlich lang. Es braucht wohl einen schreibwürdigen Grund warum dem so war. Und einen schreibwürdigen Grund warum ich nun wieder schreibe. Der Informatiker meinte kürzlich „da müsse ich schon ein richtig gutes Thema bringen. Eins was den Leser umhaut.“ Also habe ich überlegt was mich umhaut bzw. umgehauen hat und schlußendlich dafür sorgte, dass ich eine Weile Blog-faul war. Das Leben wars. Ob das jetzt einen Leser umhaut weiß ich nicht und ich verüble es keinem wenn er jetzt die Augen verdreht und aufhört zu lesen.

Also, was war los? Der letzte Schub und der Sommer haben mich zuviel gekostet an Kraft, Gesundheit und Nerven. Zu Erstem… mein rechtes Bein wird nie mehr so funktionieren wie ich es gerne hätte. Das bedeutet nun zum ersten Mal in der Tat Einschränkungen für mich. Das macht mich manchmal traurig. Unter anderem bekam ich im Spätsommer vom Arzt nahe gelegt meinen Nerven endlich mal mehr zu schonen. Er verschrieb mir fröhliche Tabletten. Die wirkten rasch, ließen mich endlich mal wieder ruhiger schlafen. Diese waren wohl auch ein Grund für den fast vollständigen Web 2.0 Rückzuck. Facebook habe ich seit September nicht mehr offen gehabt, Twitter las ich kaum noch. Freundschaften ließ ich schleifen. Ich lernte auszublenden, wohl nicht immer das Richtige, bis mir eigentlich alles gleichgültig war. Die Nerven wurden damit defintiv geschont. Ich habe allerdings auch nicht mehr viel gefühlt, am allerwenigsten mich selbst. Irgendwann begann ich daran zu verzweifeln. Vor einigen Wochen habe ich das Mekdikament abgesetzt.

Jetzt kann ich wieder weinen. Weinen weil ich ein halbes Jahr verschenkt habe. Die Gefühle sind wieder da, die traurigen/wütenden/verzweifelten aber auch die guten. Zur Zeit sortiere ich sie und mich.

Was war bzw. ist sonst noch? Missy wird bald vier Jahre alt und tatsächlich haben die Trotzanfälle und deren Intensität abgenommen. Ich selbst gehe allerdings auch anders und ruhiger damit um.

Die Arbeit macht mir wie gehabt viel Spaß. Ich habe für das kommende Schuljahr große bwz kleine Pläne und wünsche wünsche wünsche mir die neuen Kleinen. Abwarten was erfüllt wird.

Ich gehe seit Neustem wieder zum Sport, was ja auch seit zu langer Zeit überfällig war. Und was soll ich sagen: Der innere Schweinehund ist kein Thema.

Das wars an dieser Stelle. Ein regelmäßigeres Schreibversprechen kann ich nicht geben, denn der Mann meines Herzens (*schleim*) schimpft an solchen Stellen immer und meint: „Nichts versprechen, MACHEN!“

 

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Wochenende in Bildern 22./23. August

Da die bessere Hälfte wieder zu Hause ist und das Wetter mitspielte (und das Kind eine grandios schlechte Laune zur Zeit hat wenn man sich Haus aufhält) entschieden wir uns spontan für einen Kurztrip nach Heidelberg. Schön wars. Aber seht selbst:

Heidelberger Schappschüsse

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Nur spazieren und fotografieren fand Missy dann irgendwann „unschön“
Also weiter in den Zoo
Also weiter in den Zoo

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P1000727Der Sonntag verlief dann ziemlich ruhig und „langweilig“. Es war nicht viel los. Zu unspektakülar um Fotos zu machen. Denkt euch einfach eine Tasse Kaffee und Kuchen dazu. Und Regen, Regen, Regen.

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Wochenende in Bildern

Nachdem ich (mal wieder) bei #12von12 mehr halbherzig und unvollständig mitmachte präsentiere ich jetzt unser Wochenende in Bildern 🙂

In Worten kann ich die vergangenen Tage schnell beschreiben: Kirmes, Kirmes, Frust, neue Aufstehzeiten, Frust, Regen, Freundin, Zoo.

Aber schaut selbst…

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Kirmesbesuch am Freitag, Mitbringsel Nr. 1
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Freitag Abend: Immer noch Strohwitwe. Nicht schön. So unschön dass ich sogar Fußball geschaut habe…
Samstag Morgen: Missy ist so aus dem Takt wegen des "Urlaubs" dass sie zur Zeit zum Frühaufsteher mutiert ist (Ja das ist schlimm, bedenkt man dass wir sonst gegen 9 Uhr wecken mussten!!)
Samstag Morgen: Missy ist so aus dem Takt wegen des „Urlaubs“ dass sie zur Zeit zum Frühaufsteher mutiert ist (Ja das ist schlimm, bedenkt man dass wir sie sonst gegen 9 Uhr wecken mussten!!)
Aber bringt ja nichts, denn was ist schlimmer als ein jammenders Kleinkind? Ein hungriges jammenderes Kleinkind
Aber bringt ja nichts, denn was ist schlimmer als ein jammenders Kleinkind? Ein hungriges jammenderes Kleinkind.

 

 

 

 

 

 

Samstag Nachmittag: Kirmes Besuch inklusive gefühlten 5678 Euro Karussell Fahrtkosten
Samstag Nachmittag: Kirmes Besuch inklusive gefühlten 5678 Euro Karussell Fahrtkosten.
Mitbringsel Nr.2
Mitbringsel Nr. 2
Samstag Abend: Immer noch Strohwitwe aber wenigstens mit Beleuchtung
Samstag Abend: Immer noch Strohwitwe aber wenigstens mit Beleuchtung
Sonntag: Frühstück mit Freundin. Schee wars liebe Anja <3
Sonntag: Frühstück mit Freundin. Schön wars liebe Anja ❤
Sonntags Nachmittag: Zoo, bzw. "nur" das neue Exotenhaus, denn...
Sonntags Nachmittag: Zoo, bzw. „nur“ das neue Exotenhaus, denn…
... es schüttete wie aus Eimern
… es schüttete wie aus Eimern… bis wir das Zoogelände verlassen hatten…

 

 

 

 

 

 

 

 

Abendessen kochen und rum ist das Wochenende.
Abendessen kochen und rum ist das Wochenende.

Ab Dienstag bin ich dann auch nach drei Wochen das Strohwitwen-Dasein los. Zum Glück, Zeit wirds.

Der kleine Motztroll benahm sich tatsächlich seit wir wieder zu Hause sind vorbildlich. Nicht ein Wutausbruch und außerordentlich höflich und anhänglich. Wäre da nicht diese seltsame neue „Schlaf-Phase“ wäre es ja schon unheimlich. Kennt das jemand von euch? Freundin meinte es würde sicherlich auch mit den KiTa Ferien zusammenhängen? Kann mir nicht vielleicht jemand sagen dass es mit dem Einläuten des Endes der Trotzphase zusammenhängt? BITTE…

Einen schönen Sonntag Abend!

 

 

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Meine kleine Irre

„Irgendwann hört sie auf“

„Ist doch alles nicht so schlimm.“

„Geh einfach nicht auf sie ein.“

„Setz sie in ihr Zimmer. Sie darf dann erst wieder raus kommen wenn sie sich beruhigt hat.“

„Lies einfach in Ruhe ein Buch.“

„Gib ihr doch einfach den Schnuller.“

Erfahrene Eltern erkennen wahrscheinlich schon beim ersten Satz um was es sich handelt. Genau, die Trotzphase. Kommt ja wohl bei allen Kindern vor in unterschiedlicher Ausprägung. Bei unserem Kind haben wir wohl versehentlich auf dem Kind-Bestellformular ein Häkchen an der falschen Stelle gemacht, denn Missy praktiziert diese Phase in ihrer besten Form (Vorsicht: Das war IRONIE). Was wiederum sämtliche Außenstehende dazu bringt ihre Kommentare abzugeben. Meine persönlichen Highlights stehen oben. Besonders gerne bringen sch natürlich Großeltern zu diesem Thema ein um dann mit Vorliebe zu betonen, dass man da halt mal was machen müsse. Gern gesagt beispielsweise: „Seid halt nicht so streng,“ um dann während eines Zornausbruchs verlauten zu lassen: „Ihr müsst strenger sein.“

Missy ist mittlerweile 3, 5 Jahre alt und saugt solche Widersprüche wie ein Schwamm auf, was akut dazu führt, dass sie während des momentanen Heimaturlaubes zum Wutteufel mutiert ist. Egal wo sie steht und geht ist eigentlich permanent jemand da, der sie entweder verhätschelt, füttert mit Süßkram (wenn ich nicht dabei bin), schimpft weil sie pausenlos nach mehr Süßkram verlangt (tatsächlich nicht ich!), gängelt dass sie lerne müsse alleine zu spielen, stört wenn sie dann mal alleine spielt, stört wenn sie mit einer Freundin spielt (einmischen) und meckert weil sie dann irgendwann nur noch meckert.

Eigentlich kein Wunder dass sie gerade so durch den Wind ist. Warum ich dann immer noch hier bin? Weil ich sowohl heute als auch morgen Abend verabredet bin und mich darauf freue. Donnerstag nach dem Frühstück geht dann Richtung Nachhause. Zeit wirds. Dann läuft das Teufelchen auch wieder mehr in der Spur.

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Auf der Suche nach DEM Glück – Teil 4: MEIN Glück Part One

Dear Darling, meine liebe Missy,

ich erinnere mich noch ganz genau daran wie es war als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. Wie sehr habe ich mich gefreut. Wie aufgeregt ich war. Und stell dir vor, der erste dem ich davon erzählte war nicht etwa dein Papa (denn der war an der Arbeit) sondern unser liebster Freund aus Berlin. Er war zufällig damals online und es platzte einfach aus mir heraus. (Sorry Schatz 😉 )

Dann weiß ich noch genau wie es war als wir gemeinsam deinen Omas und Opas erzählten dass du unterwegs bist. Sie freuten sich auch so sehr. Und das erste Ultraschallbild von dir… du warst so winzig klein. Das bist du aber nicht geblieben. Du wurdest größer und hast mir den einen oder anderen Tritt verpasst. Was haben wir gelacht, wenn ich zum Spaß die Fernbedienung auf meinen dicken Babybauch gelegt haben, und du sie weggeschubst hast. Ich wusste schon damals dass aus dir mal ein Wildfang wird. Und heute bist du genau das. Mein kleiner Wildfang. Manchmal ein wenig übermütig, manchmal ein wenig zornig, manchmal ein wenig bockig aber im Grunde absolut perfekt. Wenn dir irgendwann mal jemand etwas anderes sagt, hör nicht auf ihn.

Liebe Missy, ich schimpfe oft mit dir und das tut mir leid. Jedes Mal aufs Neue wieder. Weißt du, manchmal weiß ich nicht was ich machen soll, wenn du wütend bist, dann werde ich auch sauer. Bitte verzeih mir das.

Deine Mama sucht zu oft nach dem Glück, ist zu oft mit Selbstzweifeln beschäftigt und weint zu oft um ihre „andere Gesundheit“. Sie übersieht dann manchmal das größte Glück direkt neben sich mit den blonden Zöpfchen.

Liebe Missy, ich liebe dich. Du bist mein größter Goldschatz und ich möchte dich nicht mehr hergeben. Um nichts in der Welt.

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